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3.03.10
Nachricht:

Faire Löhne für Frauen besiegen Hunger und Armut

Internationaler Frauentag: KDFB fordert weltweite Gleichberechtigung

 

MÜNCHEN. "Es darf nicht sein, dass im 21. Jahrhundert Frauen

immer noch keine gerechten Löhne erhalten, ihr beruflicher Aufstieg

erschwert ist und Frauen aufgrund ihres Geschlechts gesellschaftlich

benachteiligt werden." Die Vorsitzende des Bayerischen Landesverbandes des

Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), Waltraud Deckelmann, ruft zum

Internationalen Frauentag am 8. März die Verantwortlichen in Politik und

Wirtschaft auf, sich verstärkt für die weltweite Gleichberechtigung von

Frauen einzusetzen.

 

Deckelmann lenkt den Blick in die ärmsten Länder der Welt: Das Jahresthema

des Frauenbundes "Klimagerechtigkeit" sowie die diesjährige

KDFB-Fastenaktion "klimafreundliche Ernährung" sind nach Ansicht von

Deckelmann gute Beispiele, sich mit Aspekten einer nachhaltigen Zukunft für

alle Menschen auseinander zu setzen.

 

Durch den Klimawandel treten vermehrt Trockenheit, Dürre oder

Überschwemmungen auf. Frauen seien oft die einzige Ernährerin der Familie

und erhielten für ihre harte Arbeit in der Landwirtschaft nur einen sehr

geringen Lohn. "Geringe Ernten bedeuten geringere Einnahmen und weniger

Essen für ihre Familien", so Deckelmann.

 

Deshalb seien die Forderungen des KDFB: Frauen fördern, faire Löhne zahlen

und Armut bekämpfen. KDFB-Präsidentin Ingrid Fischbach zum Anliegen des

Verbandes: "Wenn Frauen bei politischen Entscheidungen und in Hilfsprojekten

stärker berücksichtigt werden, lassen sich Unterernährung und

Ungerechtigkeit leichter überwinden. Wir müssen solidarisch sein und uns

dafür einsetzen, dass Welternährung die gleiche Bedeutung erhält wie der

Klimaschutz."

 

Der Bayerische Landesverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes ist mit

190.000 Mitgliedern der größte Frauenverband Bayerns.

 

Redaktion: Ulrike Müller-Münch

www.frauenbund-bayern.de